Nachhaltig Geschenke verpacken

Furoshiki - die japanische Verpackungskunst

Origami einmal anders - nachhaltige Verpackungen aus Stoff

Wenn Du keine Lust mehr auf Plastiktüten, auf Geschenkpapier aus künstlichen Materialien mehr hast, kurz, wenn Du auch beim Verpacken und Transportieren von Dingen neue bzw. alte Wege gehen willst, solltest Du einmal einen Blick auf das werfen, was die Japaner in diesem Bereich zu bieten haben. Dass die japanische Kultur in vielen Details sehr fein und anmutig ist, dürfte klar sein. Man denke nur an die Tierchen oder Blüten aus Papier, die per Origami durch einfaches Falten und ganz ohne Klebstoff entstehen, oder an die Kunst des Ikebana, bei der aus Zweigen und Blüten schöne Gebilde entstehen. Bei der nachhaltigen Verpackung kommt das so genannte Furoshiki gerne in Anwendung. Bist Du nun neugierig geworden? Dann schau es Dir an, wie aus einem simplen Gegenstand ein kleines Kunstwerk wird.

Plastik adé! Taschen und Beutel, die nachhaltig sind

Für die Japaner ist alles, was sie in ihrem täglichen Leben nutzen, auch mit einem ästhetischen Wert belegt. So hat sich die Kunst des Furoshiki einmal aus der Angewohnheit von Besuchern von Badehäusern entwickelt, ihre Kleidung in kunstvoll geschnürten Bündeln beiseite zu legen. Dass jedes Bündel durch eine andere Art von Stoff gekennzeichnet, war - denn aus diesem besteht solch ein Bündel - machte das Wiedererkennen des eigenen Bündels leicht, sorgte aber auch für Individualität. Du kannst Dich an dieser Kunst heute und hier fern von Badehäusern aber auch erfreuen, auch ohne in Japan zu leben: Schnür einfach Dein Bündel aus einem Stoffrest, und Du hast die perfekte Umhüllung für wirklich alle Zwecke. Dass diese Lösung nachhaltig ist, ist auch klar, denn Du kannst solch ein Stück immer wieder und immer wieder anders verwenden. Plastik adé, jetzt kommt Furoshiki!

Und so leicht geht es

Dass die Wiederverwendung von Stoff der Plastikflut etwas Sinnvolles und Nachhaltiges entgegen setzt, ist Dir sicher klar. Solch ein kunstvoll geschnürtes oder geknüpftes Tuch sieht darüber hinaus aber auch super aus. Dass dies eine Lösung ist, die ökologisch korrekt ist, ist dabei auch noch ein schöner Nebeneffekt. Und wenn Dich jetzt wirklich die Falt- und Knüpfwut gepackt hat, nimm ein mittelgroßes quadratisches Stück Stoff zur Hand und fang an. Die Technik ist wirklich ein wenig dem Origami Falten mit Papier vergleichbar, nur, dass hier das Material weich ist und das Ergebnis irgend wie kuschelig. Anleitungen für die Beutel und Päckchen erhältst Du natürlich im Internet oder in Büchern. Befolge sie als Anfänger Schritt für Schritt, aber wenn Du fortgeschritten bist, kannst Du auch gerne ein wenig mit dem Stoff und seinen Eigenheiten herum experimentieren. Sehr interessant ist es natürlich, mit Stoff, der zwei verschiedene Seiten aufweist, zu arbeiten. Die Knoten dienen Dir als Fixierung, Lass Dich ruhig vom Material und Deiner Phantasie leiten.

Wozu eignet sich Furoshiki?

Wenn Du die ersten Beutel oder "Kistchen" gefaltet hast, wirst Du von selbst einige Ideen erhalten, was Du in das fertige Produkt hinein geben kannst. Du kannst aus dem Stoffstück zum Beispiel einen Beutel für den täglichen Gebrauch erstellen. Deine Tasche für den Besuch am Strand ist dann eben ein Furoshiki Modell. Du kannst Deine Einkäufe in solch einem Beutel transportieren. Vorbei ist es mit den mehr oder weniger schönen Plastiktüten aus dem Supermarkt! Und wenn Du eine Geschenkverpackung benötigst, hast Du auch schon die perfekte Lösung. Eine kleine Schachtel mit einem Schmuckstück darin wirkt noch ein bisschen schöner, wenn Du ihr so eine Seidenumhüllung gönnst. Selbst Flaschen lassen sich mit Stoff verhüllen, ein Paar Socken, ein kleines Buch. Dass der Stoff danach noch anderen Zwecken dienen kann, ist doch super.

Welche Arten von Stoff eignen sich für das Furoshiki?

Du kannst im Grunde alles für diese Technik nehmen, was Du zur Hand hast, also auch alte Kleidungsstücke von Dir. Seide ist natürlich besonders edel, aber auch schön bedruckte Baumwolle oder Leinen macht sich sehr gut. Du kannst einfach mal ein bisschen herum probieren, wie welches Material in welcher Stärke reagiert, wie gut die Falten auf Anhieb halten. Und auch beim Knoten kannst Du aus dem Vollen schöpfen. Der Knoten ist sogar so etwas wie die Krönung des Gebildes. Kordsamt, Jeansstoff, schau einmal im Kaufhaus, was Du an günstigen Resten findest. Dabei gibt es wirklich keine Vorgaben oder Grenzen, Du bestimmst, was alles wie verpackt wird.

Auf geht es also, hol den Stoff heraus und leg die Kanten über einander. Das können nicht nur die Japaner - Schönheit ist eben universell!

Oder schaue dir unser Furoshiki Sortiment an nachhaltigen Tüchern zum Verpacken an.